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Hochwassereinsatz in Sulzbach

veröffentlicht um 09.06.2013, 06:36 von Martin Aumeier   [ aktualisiert: 12.06.2013, 10:05 ]
Am Freitag Nachmittag (31.05.) wurden bereits die ersten Sandsäcke gefüllt. In der Nacht auf Samstag (01.06.) kam es dann im Bereich von Sportplatz und Tulpenweg zu ersten Überschwemmungen. Laut Hochwassernachrichtendienst (www.hnd.bayern.de) verzeichnete die Messstation Hammermühle mit einem Wasserstand von über 2,30m  den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen (1970). Glücklicherweise mussten keine größeren Schäden verzeichnet werden. Da auch für die Donau neue Rekordstände prognostiziert wurden, haben wir bereits am Samstag (01.06.) mit Hochwasser-Vorbereitungen im Bereich der Otterbachstrasse begonnen. Am Montag (03.06.) wurden diese Vorbereitungen dann auch auf den Waldweg und die Kirchstrasse ausgedehnt und die betroffenen Grundstücke verstärkt mit Sandsäcken abgesichert. Dies war notwendig, da der steigende Donaupegel ein rasches Abfließen des Otterbachs (Wasserstand Hammermühle immer noch bei knapp 2m) verhinderte. Zu diesem Zeitpunkt waren schon mehrere Tauchpumpen im Einsatz, um das steigende Grundwasser abzupumpen. Als in der Nacht auf Dienstag (04.06) dann für ca. 45 min der Strom ausfiel, mussten sämtliche Nachbarwehren zur Unterstützung mit Stromerzeugern, Tragkraftspritzen und weiteren Tauchpumpen alarmiert werden. Weil sich die Lage im ganzen Landkreis weiter zuspitzte, wurde am Dienstag Mittag (04.06.) dann der K-Fall für den Landkreis Regensburg ausgerufen. Daraufhin erhielten wir zusätzliche Unterstützung von der Bundeswehr. Am Dienstag Abend (04.06.) erreichte die Donau dann laut Hochwassernachrichtendienst (www.hnd.bayern.de) an der Messstation Schwabelweis mit einem Wert von 6,93m den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen (1926). Am Mittwoch Vormittag entspannte sich die Lage und es wurde mit ersten Rückbau-Massnahmen begonnen. Gegen Mittag wurden dann leider auch die Soldaten wieder abgezogen. Da die Wasserstände von Donau und Otterbach nun zügig sanken, konnten die unterstützenden Feuerwehren, welche seit Dienstag Früh ununterbrochen an den Krisenherden im Einsatz waren, am Donnerstag Vormittag (06.06.) wieder abrücken. Die übrigen Aufräumarbeiten wurden von unserer Wehr übernommen und konnten am Freitag Nachmittag (07.06.) abgeschlossen werden. Auch der K-Fall für den Landkreis Regensburg wurde am Freitag Vormittag wieder aufgehoben.

Für unsere Wehr war dies mit ca. 1600 geleisteten Mann-Stunden einer der bislang größten Einsätze.
Dank guter Vorbereitung und Koordination, sowie zahlreicher Unterstützung der Sulzbacher Bevölkerung, konnten größere Schäden an den ca. 20 betroffenen Gebäuden verhindert werden.



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